Schnaps oder Kräutertee?

Tee oder SchnapsTee oder Schnaps oder beides? [everett225/depositphotos.com]

Schnaps oder Kräutertee? Was hilft besser gegen Völlegefühl?

Jeder kennt nach einer besonders opulenten Mahlzeit dieses unangenehme Drücken in der Magengegend. Doch immer verzichten? Wohl kaum! Für viele Menschen ist das Verdauungsschnäpschen der ideale Problemlöser, weil es angeblich die Verdauung anregt und das Völlegefühl beseitigt. Doch stimmt das überhaupt? Oder sind viele von uns doch etwa einem Irrtum unterlegen?

Nicht jeder beliebige Schnaps ist gut für die Verdauung

Alle Schnapssorten sorgen für eine mehr oder weniger ausgeprägte Erweiterung der Gefäße. Deshalb fühlen sich die meisten Menschen bedeutend wohler, wenn sie nach dem Essen einen Schnaps getrunken haben. Ein angenehmes Wärmegefühl durchströmt den Körper. Doch der Verdauung ist damit leider nicht geholfen. Ausschließlich qualitativ hochwertige Kräuterschnäpse auf Basis von Anis oder Kümmel sind überhaupt in der Lage, unsere Verdauungsorgane bei ihrer Schwerstarbeit zu unterstützen. Das Problem: Gerade diese Schnäpse schmecken der Allgemeinheit nicht besonders gut. Darüber hinaus lehnen manche Menschen Alkohol strikt ab oder sie wollen sich auf dem Weg von der Gaststätte nach Hause auf keinen Fall alkoholisiert hinters Steuer setzen. Ist vielleicht eine Tasse Kräutertee die bessere und möglicherweise gesündere Alternative?

Kräuter regen die Verdauung an

In der Tat ist es nicht der Alkohol, sondern es sind die Kräuter, allen voran Kümmel und Anis, die das lästige Völlegefühl beseitigen, weil die enthaltenen ätherischen Öle die Verdauung anregen. Viele Kräutertees enthalten genau diese zwei wertvollen Zutaten. Darüber hinaus bringen auch Ingwer, Liebstöckel, Basilikum, Majoran, Lorbeer und Salbei eine verdauungsfördernde Wirkung mit sich. Es lohnt sich also, gezielt nach entsprechenden Kräuterteemischungen zu greifen. Ernährungsexperten bestätigen:

Kräutertees mit den entsprechenden Wirkstoffen sind nach dem Essen die gesündere Alternative zum Schnaps. In den meisten Fällen wirken sie auch besser und vertreiben das Völlegefühl schneller.

Teerezepte für die Verdauung zum Selbermachen

1. Kümmel-Anis-Fenchel-Tee

  • Je einen halben Teelöffel voll Kümmel, Anis und Fenchelsamen in einem Mörser leicht anstoßen. Dadurch können sich die ätherischen Öle besser entfalten.
  • Die Mischung in ein geeignetes Gefäß geben und mit einem Halbliter kochendem Wasser übergießen.
  • Nach circa zehn Minuten abseihen. Schon ist der Tee trinkfertig.

Alternativ bietet sich auch eine Mischung aus Angelikawurzel, Kümmelfrüchten plus einem kleinen Stück Zimtrinde an. Die Zubereitung bleibt gleich.

Manche Menschen leiden nicht unbedingt nach einem reichhaltigen Essen unter Völlegefühl, sondern vor allem, wenn sie unter Stress stehen. Der Druck im Magen ist demnach mit hoher Wahrscheinlichkeit nervlich bedingt. Dann leisten Kräuter wie Lavendel und Melisse sehr gute Dienste.

2. Melisse-Lavendel-Tee

  • Das Verhältnis von Lavendel zu Melisse sollte 40: 60 betragen.
  • Ein Teelöffel dieser Mischung mit einem Viertelliter heißen, jedoch nicht mehr sprudelnden Wassers übergießen.
  • Die Ziehzeit beträgt circa sieben Minuten.

Bitte beachten: Immer wiederkehrende Beschwerden bedürfen medizinischer Abklärung.

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung sowie ausreichend Bewegung halten nicht nur fit und schlank, sie lassen zudem Völlegefühl oder Magendrücken erst gar nicht entstehen. Falls Sie dennoch immer wieder ein unangenehmes, oder gar schmerzhaftes Bauchgefühl haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Chronische Beschwerden sind häufig krankheitsbedingt und sollten unbedingt medizinisch abgeklärt werden.

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