Was ist der Unterschied zwischen Kümmel und Kreuzkümmel?

Kreuzkümmel, Samen und Pflanze

Du stehst in der Küche und fragst dich: Kümmel oder Kreuzkümmel? Keine Sorge, du bist nicht allein! Viele Hobbyköchinnen und -köche sind sich unsicher, worin genau der Unterschied liegt. In diesem Beitrag klären wir auf, was diese beiden Gewürze ausmacht und wie du sie am besten einsetzt.

Wie der Kümmel ist auch der Kreuzkümmel schon seit langer Zeit ein sehr beliebtes Gewürz. Forscherinnen und Forscher konnten nachweisen, dass Kreuzkümmel schon vor etwa 2000 Jahre vor Christus von Menschen genutzt wurde. Heute wie damals gehört der gemeinhin auch Cumin genannte Kreuzkümmel zur Standard-Ausstattung aller Küchen im Orient - von Indien bis nach Nordafrika. Auf den gemeinen Kümmel stößt du hingegen häufiger in europäischen, russischen und nordamerikanischen Gewürzregalen.

Sind Kümmel und Kreuzkümmel verwandt?

Ja, tatsächlich sind Kümmel und Kreuzkümmel so etwas wie Cousins. Sie gehören nämlich beide zur botanischen Familie der Doldenblütler. Diese Tatsache wie auch das entfernt ähnliche Aussehen könnten eine Erklärung dafür sein, warum beide Gewürze im Deutschen auf einen ähnlichen Namen hören.

Kümmel-Samen sind sichelförmig und dunkelbraun, während Kreuzkümmel-Samen etwas größer, länglicher und hellbraun bis gelblich sind. Schon optisch kannst du sie also gut unterscheiden.

Was ist Kümmel?

Der Echte oder auch Gemeine Kümmel trägt in Fachkreisen den lateinischen Namen "Carum Carvi", der so manchen frischgebackenen Eltern bekannt vorkommen könnte. Es ist nämlich ebenfalls der Name eines Mittels für Babys zur Beruhigung des Blähbauchs. Für seine entblähende wie auch ausgleichende Wirkung auf den Darm ist Kümmel allgemein bekannt. Man findet ihn in klassischen Teemischungen wie dem Fenchel-Anis-Kümmel-Tee und in so manchem Verdauungsschnaps.

Köchinnen und Köche verfeinern mit ihm wegen diesem Effekt ebenso wie wegen seinem unvergleichlichen Aroma verschiedene Speisen von Brotwaren über Käse und Quark bis hin zu Braten. Der herb-würzige, scharf-süßliche Geschmack ist eher unaufdringlich. Daher lässt sich Kümmel sehr gut mit anderen Gewürzen wie zum Beispiel Pfeffer oder Chili kombinieren. Aus Sauerkraut ist er kaum wegzudenken. Du kannst ein paar einzelne Körner aber auch einfach so nach einer Mahlzeit kauen, um deiner Verdauung etwas Gutes zu tun.

Der Echte Kümmel ist im Jahr 2016 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt worden!

Was ist Kreuzkümmel?

Im Gegensatz zum Kümmel hat der Kreuzkümmel ein recht intensives Aroma. "Cuminum Cyminum" schmeckt süßlich-herb, erdig warm und hinterlässt im Abgang eine leichte Schärfe auf der Zunge. Diese aromatische Vielfalt ist hauptsächlich auf das Cuminaldehyd im Kreuzkümmel zurückzuführen. Wenn du mit Cumin kochen möchtest, gib es sparsam und eher am Ende des Garprozesses in den Topf. Durch Erhitzen wird das Aroma nämlich noch intensiver. Manche Menschen rösten die Kreuzkümmel-Samen vor ihrer Verwendung etwas an.

Cumin ist überdies ein klassischer Bestandteil der Gewürzmischungen Garam Masala und Curry. Auch kommt kein Chili con Carne ohne ihn aus. Unter den Gemüsesorten harmoniert Kreuzkümmel sehr gut mit Kürbis, Karotten, Auberginen, Kartoffeln und Süßkartoffeln. In orientalischen Gerichten wie Humus, Falafel oder Köfte findet sich auch fast immer etwas Cumin. Zu Hülsenfrüchten wie Linsen oder Kichererbsen passt es ebenfalls hervorragend.

Kann ich statt Kreuzkümmel auch Kümmel nehmen?

Diese Frage muss mit einem klaren "Nein" beantwortet werden! Kümmel und Kreuzkümmel ähneln sich nur dem Namen nach. Aromatisch liegen Welten zwischen den beiden Gewürzen. Dennoch gilt für beide, dass ihr Geschmack intensiver ausfällt, wenn du die ganzen Samen kaufst und sie erst kurz vor der Verwendung zerdrückst oder mahlst. Cumin-Samen sind übrigens etwas heller und größer als die des Kümmels.

Haben Kümmel und Cumin dieselbe Wirkung?

Hinsichtlich ihrer Wirkung auf unsere Verdauung sind Kümmel und Kreuzkümmel durchaus miteinander zu vergleichen. Beide helfen gegen Krämpfe des Darms sowie Blähungen. In ihren Ursprungsländern werden sie seit jeher zum Anregen des Appetits wie auch des Stoffwechsels eingesetzt.

Neben ihrer verdauungsfördernden Wirkung bieten beide Gewürze weitere gesundheitliche Vorteile. Kümmel ist reich an Antioxidantien und kann bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels helfen. Kreuzkümmel hingegen unterstützt die Eisenaufnahme und kann entzündungshemmend wirken.

Und was ist mit Schwarzkümmel?

Dieser weitere Namensvetter hat überraschenderweise überhaupt nichts mit den anderen beiden Gewürzen zu tun. Nigella Sativa ist nämlich ein Hahnenfußgewächs. In Asien wird er aufgrund seines leicht scharfen Aromas ähnlich wie Pfeffer bei uns verwendet. In Europa hat Schwarzkümmel einen festen Platz in Brotbackstuben, wo er meist unter dem Namen "Brotwurz" gehandelt wird.

Frank hat schon zu Studienzeiten seine Begeisterung für die Natur entdeckt. Anfang der 2000er Jahre ist er seiner Leidenschaft gefolgt und hat mit Krautrausch als Gründer einen der ersten Online-Shops für Kräuter und Gewürze in Deutschland aufgebaut. Als Experte auf diesem Gebiet schreibt er mit großer Freude für unser Kräutermagazin.

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