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Ashwagandha-Tee: 5 Bio-Sorten im Überblick

Bild: ©Eskymaks - stock.adobe.com

Was macht Ashwagandha zum guten Tee?

Ashwagandha-Tee ist seit Jahren ein fester Bestandteil des Kräuterkontor-Sortiments – und das aus gutem Grund. Die Wurzel der Pflanze Withania somnifera, im Ayurveda seit Jahrhunderten geschätzt, enthält Withanolide: eine Gruppe von Bitterstoffen, die als charaktergebende Inhaltsstoffe der Wurzel gelten. Als Tee aufgegossen entfaltet die Wurzel ein erdiges, leicht bitteres Aroma, das sich durch Zimt, Rooibos oder Melisse gut abrunden lässt.

In der ayurvedischen Tradition zählt Ashwagandha zu den sogenannten Rasayana-Kräutern – Pflanzen, die traditionell zur Stärkung und Regeneration eingesetzt werden. In der Volksmedizin wird die Wurzel seit Langem bei Erschöpfung und innerer Unruhe verwendet. Was genau im Körper passiert, ist Gegenstand laufender Forschung. Eine Übersichtsarbeit im Journal of Ethnopharmacology (2011, Mirjalili et al.) beschreibt die Withanolide als pharmakologisch interessante Verbindungen – belastbare klinische Aussagen lassen sich daraus für den Alltag aber noch nicht ableiten.

Als Tee ist Ashwagandha eine unkomplizierte Möglichkeit, die Wurzel in den Tag zu integrieren – allein oder als Bestandteil einer Kräutermischung.

Die 5 Ashwagandha-Tees von Kräuterkontor im Überblick

Alle fünf Sorten sind in Bio-Qualität erhältlich. Vier davon sind Eigenkreationen, die es ausschließlich bei Kräuterkontor gibt. Die Tabelle zeigt auf einen Blick, welcher Tee welchen Charakter hat.

Sorte Charakter Hauptzutaten Ideal für
Harmony warm, würzig, blumig Rooibos, Ashwagandha, Zimt, Rosenblüten Abends abschalten
Naturkraft kraftvoll, würzig, belebend Ashwagandha, Bergbohnenkraut, Rosmarin Morgens, aktive Tage
Nervenstark sanft, ausgleichend Ashwagandha (44%), Bergtee, Hafer, Ginseng Stressige Tage, Pause
Traumzeit beruhigend, kräuterig Ashwagandha, Melisse, Baldrian, Hopfen Abends, vor dem Schlafen
Geschnittene Wurzel pur, erdig, flexibel 100 % Ashwagandha-Wurzel DIY, Moonmilk, pur

Die vier Eigenkreationen

Der Ashwagandha Harmony ist die wärmste der vier Mischungen. Rooibos bildet die Basis, Ceylon-Zimt bringt Würze, Rosenblüten und Vanille runden ab. Ein Abendtee, der auch ohne Süßungsmittel angenehm mild schmeckt.

Der Ashwagandha Naturkraft geht in eine andere Richtung: Bergbohnenkraut, Rosmarin und Brennnesselwurzel machen ihn kräftig und herb. Wer morgens einen klaren Kopf braucht und auf Koffein verzichten möchte, wird hier fündig.

Der Ashwagandha Nervenstark hat mit 44 % den höchsten Ashwagandha-Anteil der vier Mischungen. Griechischer Bergtee und grüner Hafer ergänzen ihn sanft – eine Kombination, die traditionell bei innerem Stress eingesetzt wird.

Der Ashwagandha Traumzeit setzt auf Baldrian, Hopfen und Melisse. Diese drei Kräuter werden in der Volksmedizin seit Langem zur Förderung eines ruhigen Abends verwendet. Die Kombination mit Ashwagandha und Hanfblättern macht den Tee zu einem klassischen Abendritual.

Die reine Ashwagandha-Wurzel

Wer lieber selbst entscheidet, was in die Tasse kommt, greift zur geschnittenen Ashwagandha-Wurzel. Sie lässt sich pur aufbrühen oder als Basis für Moonmilk verwenden – eine cremige Zubereitung mit Pflanzenmilch, die im Ayurveda traditionell abends getrunken wird. Die Wurzel riecht erdig-holzig und schmeckt leicht bitter, was sich durch Gewürze wie Zimt oder Kardamom gut ausgleichen lässt.

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Wie brüht man Ashwagandha-Tee richtig auf?

Für die Teemischungen gilt: Einen gehäuften Teelöffel (ca. 2–3 g) mit etwa 250 ml heißem Wasser übergießen, Temperatur 90–95 °C, Ziehzeit 5–8 Minuten. Länger ziehen macht den Tee kräftiger, aber auch bitterer.

Die geschnittene Wurzel braucht etwas mehr Zeit. Am besten gibst du 1–2 Teelöffel in kaltes Wasser, erhitzt alles zusammen und lässt die Wurzel 10–15 Minuten sanft köcheln. So lösen sich die Inhaltsstoffe besser. Danach abseihen und nach Geschmack mit Pflanzenmilch oder Honig verfeinern.

Für Moonmilk: Wurzel wie oben kochen, dann die Flüssigkeit mit warmer Hafermilch, einer Prise Zimt und etwas Honig aufschäumen. Das ist kein klassischer Tee mehr, aber eine der beliebtesten Zubereitungen mit der reinen Wurzel.

Welcher Ashwagandha-Tee passt zu dir?

Fünf Sorten klingen nach viel – dabei ist die Entscheidung schnell getroffen. Wer abends abschalten möchte, liegt mit Harmony oder Traumzeit richtig. Für den Morgen oder aktive Tage empfiehlt sich Naturkraft. Wer einen Tee für zwischendurch sucht, findet im Nervenstark einen ausgleichenden Begleiter. Und wer lieber selbst mischt oder Moonmilk ausprobieren möchte, startet am besten mit der geschnittenen Wurzel.

Häufige Fragen zu Ashwagandha-Tee

Wie lange sollte Ashwagandha-Tee ziehen?

Teemischungen mit geschnittener Wurzel ziehen 5–8 Minuten bei 90–95 °C. Die reine Wurzel wird besser 10–15 Minuten sanft gekocht, damit sich die Inhaltsstoffe gut lösen.

Was unterscheidet Ashwagandha-Teemischungen von der reinen Wurzel?

Teemischungen kombinieren Ashwagandha mit anderen Kräutern und sind auf einen bestimmten Charakter ausgerichtet – Abend, Morgen, Ausgleich. Die reine Wurzel ist neutral und lässt sich frei kombinieren oder als Moonmilk zubereiten.

Wann ist der beste Zeitpunkt, Ashwagandha-Tee zu trinken?

Das hängt von der Sorte ab. Naturkraft eignet sich für den Morgen, Nervenstark für tagsüber, Harmony und Traumzeit sind Abendtees. Die reine Wurzel passt zu jeder Tageszeit.

Erstmals veröffentlicht: 24. April 2026 | Zuletzt aktualisiert: 24. April 2026

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Frank Schneider

Frank hat schon zu Studienzeiten seine Begeisterung für die Natur entdeckt. Anfang der 2000er Jahre ist er seiner Leidenschaft gefolgt und hat mit Krautrausch als Gründer einen der ersten Online-Shops für Kräuter und Gewürze in Deutschland aufgebaut. Als Experte auf diesem Gebiet schreibt er mit großer Freude für unser Kräutermagazin.