Weizengras
Smoothie [bhofack2 – depositphotos.com]

Grüne Smoothies – Nährstoffpower in flüssiger Form

Gesund, lecker und vor allem grün – so soll er sein, der Grüne Smoothie. Schon Hildegard von Bingen, die erste Ärztin im deutschen Raum, wendete Kräuter und Gemüse in ihren Therapien und Kuren an. Der Clou dabei ist, dass bitterstoffhaltige Getränkezutaten bevorzugt werden, anstatt der süßen. So auch beim Grünen Smoothie: die in Zutaten wie Rucola, Artischocken, Spinat, Chicorée usw. enthaltenen Bitterstoffe wirken sich sehr positiv auf unseren Organismus aus. Es wäre also ein Irrglaube zu denken, dass der Grüne Smoothie ausschließlich mithilfe süßer Zutaten hergestellt wird. Der Trick ist, dass Grüne Smoothies mit süßen, wohlschmeckenden Früchten angereichert werden können – so erhalten sie die nötige Süße, um ihnen einen guten Geschmack zu verleihen.

Anpassung an spezifische Ernährungsbedürfnisse und Präferenzen

Einer der großen Vorteile von grünen Smoothies ist ihre Flexibilität. Sie lassen sich leicht an verschiedene Ernährungsbedürfnisse anpassen. Für eine vegane Variante kannst du tierische Produkte einfach weglassen oder durch pflanzliche Alternativen ersetzen. Nutze beispielsweise Mandel- oder Hafermilch statt Kuhmilch oder füge Chiasamen hinzu, um zusätzliche Proteine zu erhalten. Für eine glutenfreie Option stelle sicher, dass alle verwendeten Zutaten, wie Haferflocken oder Pflanzenmilch, glutenfrei sind. Für eine kohlenhydratarme Ernährung reduziere den Fruchtanteil und erhöhe den Anteil an grünem Blattgemüse. Avocados können eine großartige Ergänzung sein, um den Smoothie cremiger zu machen, ohne den Kohlenhydratgehalt zu erhöhen.

Saisonale Variationen und lokale Zutaten

Die Nutzung saisonaler und lokaler Zutaten kann deinen grünen Smoothies nicht nur mehr Geschmack verleihen, sondern auch die Umwelt schonen. Im Frühling könntest du junge Spinatblätter oder frische Kräuter verwenden, im Sommer Beeren und Sommergemüse. Im Herbst bieten sich Kürbis oder Rote Beete an und im Winter kannst du auf Lagergemüse wie Grünkohl zurückgreifen. Der Kauf lokaler Produkte unterstützt zudem die regionale Landwirtschaft und verringert die CO2-Bilanz, da lange Transportwege entfallen. Achte beim Einkauf darauf, frische und qualitativ hochwertige Zutaten zu wählen. Du wirst nicht nur den Unterschied im Geschmack bemerken, sondern tust auch etwas Gutes für deinen Körper und die Umwelt.

Bitterstoffe – das A und O der grünen Wunderwaffe

Natürlich muss nicht nur grünes Obst und Gemüse für die wertvollen Bitterstoffe des Grünen Smoothies herangezogen werden. Auch andere bittere Obst-, Gemüse oder Kräutersorten, wie Grapefruit, Zitronen, Orangen, Ingwer, Pfeffer, Salbei und Co bieten eine hervorragende Grundlage, um z.B. beim Abnehmen zu helfen. Der Heißhunger wird gedämpft, die Verdauung unterstützt und das Immunsystem gestärkt – dies macht die Wirkung des grünen Smoothies aus. Wer Gefallen an Grünen Smoothies findet, sollte in Erwägung ziehen, sich einen Hochleistungsmixer anzuschaffen. Kerne und Pflanzenfasern können nur bei sehr schnellen Umdrehungen und der Produktion von wenig Hitze gut, verdaulich und enzymschonend zerkleinert werden.

Herstellung der Grünen Smoothies

Der Grüne Smoothie kann eine Menge: er pflegt den Darm, entlastet die Verdauung, stärkt die Abwehr und entgiftet unseren Körper. Doch die richtige Herstellung ist von großer Bedeutung, um Grüne Smoothies gesund und bekömmlich verzehren zu können.

Der grüne Smoothie ist eigentlich kein Saft, denn er enthält zumeist auch Blätter und Obst – von einem Püree oder einem Protein Shake zu sprechen, wäre also korrekter. Beim guten Zerkleinern mit dem Mixer werden Zellstrukturen des Blattgrüns aufgebrochen und für den Körper zugänglich gemacht – die Verdauung kann so auch den Konsum größerer Mengen gut verarbeiten. Hochleistungsmixer, die dies vollbringen sind etwas kostspieliger, doch andernfalls wäre das Grünzeug darin entweder nicht gut verdaulich oder die Enzymstruktur würde nicht erhalten bleiben.

Wer eine gut schmeckende und nährstoffreiche Mahlzeit erzeugen möchte, gibt eine Hälfte Blattgemüse und eine Hälfte Obst in den Shake. Die Rezepte sind sehr vielfältig und werden für den besseren Geschmack gerne mit frischgepresstem Orangensaft, Banane, Mango, Honig oder Agavensaft gesüßt.

Farbgebung des flüssigen Powerpaketes Grüner Smoothie

Die Farbe Grün ist kein Zufall oder gar dadurch bedingt, dass der Erfinder des Grünen Smoothie die Farbe Grün verehrte. Grüne Blätter liefern einen höheren Nährstoffgehalt, als herkömmliche Obst- und Gemüsesorten. Das darin enthaltene Chlorophyll ist zudem besonders eisenhaltig, was sich blutbildend auf den Organismus auswirkt. Außerdem wirkt Chlorophyll noch entzündungshemmend, was besonders in den Jahreszeiten der Verkühlung positive Effekte nach sich zieht. Auch wirkt es basisch und unterstützt die Entgiftung des Körpers.

Eine antioxidative Wirkung kann Alterungsprozessen effektvoll entgegen stehen und verhindern, dass wir sozusagen “innerlich verschleißen” bzw. “verrosten”. Das grüne Obst-Blatt-Gemüse-Püree schmeckt also nicht nur sehr gut, es ist eine innovative Form, um sich stoffwechselregulierend, krankheitsabwendend und energetisierend zu ernähren.

Rezepte zum selber machen

Rezept 1: Frühjahrs-Detox-Smoothie

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Alle Zutaten gründlich waschen.
  2. Spinat, Avocado, Apfel, Zitronensaft und Ingwer in einen Hochleistungsmixer geben.
  3. Mit Kokoswasser oder stillem Wasser auffüllen.
  4. Alles für etwa eine Minute mixen, bis der Smoothie cremig ist.
  5. Optional Chiasamen hinzufügen und nochmals kurz mixen.
  6. Sofort servieren und genießen.

Rezept 2: Sommerlicher Beeren-Spinat-Smoothie

Zutaten:

Zubereitung:

  1. Spinat waschen und abtropfen lassen.
  2. Beeren, Banane, Spinat und Mandelmilch in den Mixer geben.
  3. Alles für etwa eine Minute mixen, bis der Smoothie gleichmäßig und cremig ist.
  4. Nach Belieben mit Honig oder Agavendicksaft süßen.
  5. Sofort servieren und den sommerlichen Geschmack genießen.

Diese Rezepte bieten eine einfache und leckere Möglichkeit, grüne Smoothies in den täglichen Ernährungsplan zu integrieren. Sie können je nach Saison und persönlicher Vorliebe angepasst werden.

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Bild: © bhofack2 – depositphotos.com

Dieser Beitrag erschien zuerst am 06.04.2017 und wurde zuletzt am 14.11.2023 aktualisiert.

Frank Schneider
Experte für Heilpflanzen, Tee und Gewürze at Verbena VH Handels GmbH | + posts

Frank hat schon zu Studienzeiten seine Begeisterung für die Natur entdeckt. Anfang der 2000er Jahre ist er seiner Leidenschaft gefolgt und hat mit Krautrausch als Gründer einen der ersten Online-Shops für Kräuter und Gewürze in Deutschland aufgebaut. Als Experte auf diesem Gebiet schreibt er mit großer Freude für unser Kräutermagazin.