Kalmuswurzel

KalmuswurzelKalmuswurzel [©Ruckszio - stock.adobe.com]

Der Begriff Kalmus lässt sich von dem lateinischen Wort „calamus“ oder dem griechischen Ausdruck „kálamos“ ableiten und bedeutet übersetzt „Rohr“. Diese Bezeichnung deutet auf die Zugehörigkeit zu den Röhrenpflanzen hin. Die schilfartige Pflanze mit dem botanischen Namen acorus calamus war ursprünglich im östlichen Asien beheimatet, breitete sich im Laufe der Zeit jedoch in weite Teile Asiens, Nordamerikas und Mittel- bzw Osteuropas aus und hat sich sogar in Ostsibirien und Ägypten eingebürgert.

Kalmus trägt in Deutschland auch die Volksnamen „Deutscher Ingwer“ oder „Deutscher Zitwer“ und wird zunehmend einer eigenen Familie – den Acoraceae – zugeordnet.

Vorkommen der Kalmuswurzel

Die Pflanze wächst in der Uferzone von Gewässern oder in Sumpfgebieten und bevorzugt einen sonnigen Standplatz. Unter guten Bedingungen kann Kalmus über 150 cm in die Höhe wachsen. Der Kalmus enthält wertvolle Wirkstoffe und wurde bereits im Altertum von den Chinesen als Heilmittel eingesetzt. Aus schriftlichen Überlieferungen geht hervor, dass Kalmus schon im Jahre 3700 vor Christus eine lebensverlängernde Wirkung nachgesagt wurde.

Inhaltsstoffe:

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Zu den Inhaltsstoffen der Kalmus-Pflanze zählen unter anderem ätherisches Öl und verschiedene Bitter- und Gerbstoffe. Der verwendete Teil ist die Kalmuswurzel. Nach der Ernte werden die Wurzeln getrocknet und zu unterschiedliche Zwecken weiterverarbeitet. Extrakte, Öle und Tinkturen werden aus ihr gewonnen.

Anwendung der Kalmuswurzel

Kalmus ist ein gutes Magen- und Darm- Heilmittel. Es lindert Magen- und Darmkrämpfe und ist wirksam gegen Blähungen und Verstopfung. Als verdauungsförderndes Mittel kann die pulverisierte Wurzel Speisen als Gewürz hinzugefügt werden.

Die Kalmus-Wurzel hat einen sehr kräftigen, aromatischen Effekt. Sie wirkt stimulierend und hat angeblich positive Einflüsse auf die Libido. Bereits kleine Mengen können euphorische Zustände hervorrufen, höhere Dosen stimulieren das Bewusstsein und können zu Halluzinationen führen. In der arabischen Welt wurde Kalmus als Aphrodisiakum hoch geschätzt. Es soll den Geist beleben und die Konzentrationsfähigkeit fördern.

Gegen Depressionen, Bronchitis, Zahnschmerzen und Schlaflosigkeit wird Kalmus ebenso eingesetzt wie bei der Behandlung von Hautausschlägen und Rheuma oder im Rahmen der Rauchentwöhnung. In der ayurvedischen Medizin gilt Kalmus als Stärkungsmittel für Gehirn und Nervensystem und wird gegen Erschöpfungszustände eingesetzt.

Getrocknet und geschnitten – perfekt für den Tee geeignet

Zubereitung als Tee

Die Kalmuswurzel kann gekaut oder ganz einfach als Kalmustee getrunken werden. Die Zubereitung geht ganz leicht:

  • einen Teelöffel geschnittene und getrocknete Wurzel nehmen
  • mit 150 ml kochendem Wasser übergießen
  • ca. 8-10 Minuten ziehen lassen
  • etwas abkühlen lassen und vor den Mahlzeiten trinken

Die Wurzel kann auch in Speisen gemischt oder als Duftstoff eingesetzt werden. Kalmus findet sich ebenfalls als Aromastoff in Likören wieder, das aus der Wurzel gewonnene Öl ist Bestandteil von Mund- und Gurgelwasser, als Zusatz von Bademischungen entfaltet es seine aphrodisierende Wirkung und der Wurzelstock vertreibt Motten aus den Kleiderschränken.

Die Einsatzgebiete dieser besonderen Pflanze sind vielfältig und sehr unterschiedlich. Ihre Wirkungsweisen werden seit Jahrtausenden erforscht und das Wissen darüber weitergegeben.


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4 Kommentare

  1. Konrad Schilling

    Ich trinke den Kalmuswurzeltee schon seit ca 3 Jahren. Und ich komme damit gut zurecht. Aber jetzt trinke ich 1 Tasse Tee am Tag und 2 in der Woche.
    Das ist für mich der beste Tee den es gibt.

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