Heilkräuter für das Immunsystem

Heilkräuter für das ImmunsystemHeilkräuter für das Immunsystem

So einfach können wir unser Immunsystem mit Heilkräutern, aber ohne Medikamente, stärken und kräftigen

Viele aromatische und würzige Heilpflanzen geben nicht nur Gerichten eine besondere und feine Note, sie stärken auch unser Immunsystem. Zum Beispiel wärmen sie uns als Tee von innen und regen gleichzeitig unseren Stoffwechsel an. Vor allem aber helfen sie uns dabei, Viren abzuwehren und uns beispielsweise gegen Grippe und Erkältung zu wappnen. Bereits seit der Antike werden Kräuter zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt, die auf natürliche und nachhaltige Weise unsere Gesundheit unterstützen. Aber welche Heilkräuter stärken am besten die Immunabwehr? Im Folgenden möchten wir 8 Heilpflanzen vorstellen, die unsere Abwehrkräfte stärken.

Thymian

Die Äbtissin Hildegard von Bingen schätzte bereits das mediterrane Gewächs als wichtigste Heilpflanze bei Atemwegserkrankungen und Erkältungen. Vor allem ist Thymian aber ein wirksamer Helfer, um die natürlichen Abwehrkräfte zu aktivieren. Er enthält sehr viele ätherische Öle, wie zum Beispiel Thymol, das besonders in der Lunge und an den Schleimhäuten antiseptisch wirkt. Das stark aromatische Heilkraut besitzt außerdem eine Reihe von Gerb- und Bitterstoffen, die in ihrer Kombination mit den ätherischen Ölen die Verdauung desinfizieren und fördern. Das in der Darmwand sitzende Immunsystem wird dadurch stimuliert und gestärkt.

Ingwer

Ingwer regt als altbewährtes Superfood den Stoffwechsel an, stärkt das Immunsystem und steigert die Fettverbrennung. Der besonderen Knolle wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin sowie in der Ayurvedischen Medizin bereits seit über 3000 Jahren heilende Kräfte nachgesagt. Sie besitzt eine stimulierende Wirkung auf das Immunsystem und wird aufgrund seiner Scharfstoffe und ätherischen Öle oft zur Behandlung und Vorbeugung von Erkältungskrankheiten eingesetzt. Darüber hinaus bringen die Scharfstoffe unseren Kreislauf in Schwung, unseren Stoffwechsel auf Hochtouren und regen die Durchblutung an. Enthaltene Shogaole und Gingerole kurbeln die Verdauung an, speziell die Gallensaftproduktion, und aktivieren damit die Fettverbrennung.

Salbei

Salbei-Blätter
Salbeiblätter

Die positive Wirkung des Salbeis ist nicht zu unterschätzen. Er entfaltet seine desinfizierende und heilende Wirkung aufgrund des Zusammenspiels seiner Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherischen Öle. Salbei findet häufig Anwendung bei Halsschmerzen und Entzündungen im Mundraum. Die in den ätherischen Ölen enthaltenen Komponenten Camphen und Cineol wirken entzündungshemmend und keimtötend. Durch seine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung ist das Salbeikraut ein starkes Mittel, um die Abwehrkräfte und das Immunsystem zu stärken.

Melisse

Stress ist eine der wichtigsten Ursachen für ein geschwächtes Immunsystem. Aber Melisse ist ein effektives Mittel dagegen. Sie unterstützt uns beim Einschlafen, wirkt beruhigend und hilft gegen Angststörungen.

Echinacea

Echinacea, auch als Sonnenhut bekannt, ist eine der beliebtesten Heilpflanzen für das Immunsystem. Vor allem der rote Sonnenhut wird dafür verwendet. In ihm stecken viele essenzielle Öle, Polysaccharide, Flavonoide sowe Vitamin C. Sie alle stärken aktiv das Immunsystem und können damit Erkältungen vorbeugen. Darüber hinaus entfaltet die Heilpflanze eine entzündungshemmende und antivirale Wirkung.

Cistrose

Cistrose besitzt viele Gerbstoffe und wirkt deshalb adstringierend. Außerdem wirkt sie gegen Pilze, Bakterien und Viren und wärmt und stärkt das Immunsystem. Sie ist die polyphenolreichste Heilpflanze Europas. Polyphenole gehören zu den sogenannten sekundären Inhaltsstoffen von Pflanzen, die für ihre Vitalität erhaltende Heilwirkung bekannt sind und Schwermetalle binden sowie antioxidativ wirken. Sie stecken nicht nur in der Cistrose, sondern auch im Grüntee und Rotwein. Aber die Cistrose enthält dreimal so viel Polyphenole als Grüntee und viermal so viel als Rotwein! Darüber hinaus enthält sie Eugenol, das schmerzlindernd, entzündungshemmend und antibakteriell wirkt. Außerdem noch Cineol, das die Beschwerden der unteren und oberen Atemwege lindert. Cistrosentee ist besonders bei Grippe und Erkältung zu empfehlen, aber auch zu ihrer Vorbeugung angebracht.

Ginseng

Ginsengwurzel für den Tee
Geschnittene Ginsengwurzel für den Tee

Ginseng stärkt unser Immunsystem, indem er die Produktion von Antikörpern steigert und vor allem Erkältungen vorbeugt. Dabei wird die Aktivität verschiedener Immunzellen erhöht – besonders der sogenannten Killerzellen. Sowohl in Asien als auch in Europa gilt die Ginsengwurzel als ein gutes Heilmittel gegen verschiedene Beschwerden. Seine Inhaltsstoffe wirken nicht nur stärkend auf das Immunsystem, sondern helfen auch bei Müdigkeit und Erschöpfung.

Rosenwurz

Rosenwurz mit seinen wichtigen Inhaltsstoffen Rosavin und Salidrosid kann uns gegen Stress helfen und unsere körperliche Ausdauer erhöhen. Als sogenanntes Adaptogen unterstützt die Heilpflanze unseren Körper, eine positive Wirkung auf durch Stress induzierte Erkrankungen auszuüben und sich in stressigen Situationen besser anzupassen. Gleichzeitig wird der Energiestoffwechsel in den Zellen angeregt. Das führt zu einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit und zur Stärkung des Immunsystems. Rosenwurz kann angeblich sogar bei leichten Depressionen eine Verbesserung der emotionalen Stabilität erreichen.

Welcher Tee ist gut für ein gesundes Immunsystem?

Mit Tee aus den oben genannten Heilkräutern können wir unsere Immunabwehr pflanzlich stärken. Wir haben zwei Rezeptvorschläge vorbereitet, in denen einige davon enthalten sind.

Teemischung 1: Immunsystem mit Tee stärken – leichte Frühlingsmischung

Teemischung 2: Gute Abwehrkräfte zu jeder Jahreszeit

Zubereitung für beide Teemischungen:

  1. Heilkräuter gut miteinander mischen
  2. 1 gehäufter TL der Teemischung reicht für 1 Tasse Tee. Für 1 Liter Tee werden 3 gehäufte EL benötigt
  3. Entsprechende Menge der Teemischung in einen Teefilter geben und heißes Wasser über die Teemischung gießen
  4. 5 bis 10 min ziehen lassen und anschließend den Teefilter mit der Teemischung entfernen

Tipp: Einen Extrakick und einen angenehm runden Geschmack geben Honig und Zitrone oder Limette im Tee. Außerdem stärken sie zusätzlich zu den Heilkräutern die Abwehrkräfte. Aber der Tee sollte erst etwas abgekühlt sein, da sonst die Wirkstoffe von Zitrone und Honig zerstört werden können.

Noch ein Tipp: Die Frühlingsmischung schmeckt im Sommer als Eistee sehr lecker!

Bleiben wir gesund!

Linktipps:

  • Im Online Shop vom Kräuterkontor gibt es die große Auswahl an Heilkräutern – auch alle im Beitrag vorgestellten.
  • Eine ganz eigene Mischung findet sich in unserem Schutztee
  • Was schreibt die Wikipedia zum Immunsystem?
  • Tipps vom NDR zum Thema „Immunabwehr natürlich stärken“

Teile diesen Beitrag
Wie hat Ihnen der Artikel gefallen
4.6 (7 Bewertungen)

3 Kommentare

  1. Hallo, kann ich die die Zutaten aufbewahren (also, längerfristig) oder müssen sie quasi sofort zu einem Tee verarbeitet werden? Viele Dank für eine Antwort im Voraus!

    • Hallo Esra, wenn du bereits getrocknete Pflanzen hast sind diese meist ein bis zwei Jahre haltbar (wenn du sie luft- und lichtdicht lagerst). Frische Pflanzenteile solltest du am besten sofort verarbeiten. Du kannst sie aber natürlich auch trocknen, dann hast du lange etwas von ihnen. Aber bitte darauf achten, dass sie komplett getrocknet sind, bevor du sie in ein Gefäß packst. Sonst könnte es zu Schimmelbildung kommen. Wir haben übrigens vor demnächst einen Beitrag zum richtigen Trocknen von Heilpflanzen zu veröffentlichen!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.